Anstieg der Reallöhne

Im Jahr 2014 moderate Verbesserung der Angestellteneinkommen

31. März 2015

Der Anstieg der Reallöhne in Deutschland betrug im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr 1,7 Prozent. Die Nominallöhne waren um 2,6 Prozent höher als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise legten um 0,9 Prozent zu. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Bessere Ausbildung – höhere Lohnsteigerung

Beschäftigte mit höherer Qualifikation profitierten im Durchschnitt stärker von der Verdienstentwicklung. So war der Zuwachs bei Arbeitnehmern in leitender Stellung mit 4,1 Prozent überdurchschnittlich hoch. Hingegen bekamen angelernte Beschäftigte nur 1,5 Prozent und ungelernte Beschäftigte nur 1,2 Prozent mehr Lohn.

Finanzinstitute zahlen gut

Beschäftigte in Vollzeit verdienten in Deutschland im Jahr 2014 durchschnittlich 46.575 Euro brutto. Die höchsten Durchschnittsverdienste erhielten die Vollzeitbeschäftigten bei Banken und Versicherungen (68.104 Euro), im Bereich Information und Kommunikation (63.591 Euro) sowie in der Energieversorgung (62.700 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttojahresverdienst wurde im Gastgewerbe (26.455 Euro) gezahlt.

Arithmetische Mittelwerte sind interpretationsbedürftig

Wichtig für die Interpretation der Durchschnittswerte ist die Verteilung der Beschäftigten um den arithmetischen Mittelwert. Knapp zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten verdienen weniger als den gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. Nur ein gutes Drittel liegt darüber. Dieses Drittel hat so hohe Verdienste, dass der Durchschnittswert für alle Beschäftigten auf das hohe Niveau angehoben wird.

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