Start-ups in Zahlen

Gründungen auf Wachstumskurs

9. August 2017

Der "Deutsche Startup Monitor" zeichnet ein Bild der Start-up-Landschaft in Zahlen: Der Anteil an Gründerinnen wächst weiter. Für den Großteil der Jungunternehmen sind Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die digitale Wirtschaft weiterhin bedeutende Wirtschaftszweige.

Start-up-Gründer bleiben zuversichtlich

Viele deutsche Gründer blicken positiv in die Zukunft, laut "Deutschem Startup Monitor". Neun von zehn Start-up-Gründer bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Knapp Dreiviertel gehen für die nächsten sechs Monate von einer verbesserten Wirtschaftslage aus. Insgesamt wollen deutsche Start-ups dieses Jahr über 5.600 neue Arbeitsplätze schaffen. Berlin ist Vorreiter mit durchschnittlich 11,8 geplanten Neueinstellungen pro Start-up, gefolgt von München mit 8,7. Laut Florian Nöll, Vorsitzender des "Bundesverbands Deutsche Startups", trügen Jungunternehmen gemeinsam mit dem Mittelstand einen wesentlichen Beitrag zum zukünftigen Wohlstand in Deutschland bei.

Anteil an Gründerinnen sowie ausländischen Mitarbeitern steigt

Das Durchschnittsalter von Männern und Frauen bei der Unternehmensgründung beträgt 36 Jahre. Knapp 14 Prozent dieser Gründer sind weiblich. Insgesamt stammen rund 8 Prozent der Start-up-Gründer aus dem Ausland. Der Anteil von Mitarbeitern ohne deutsche Staatsbürgerschaft ist innerhalb eines Jahres von 22 Prozent auf knapp ein Drittel gestiegen. Fast 19 Prozent stammen aus EU-Ländern. Mit über 42 Prozent ausländischen Mitarbeitern in der Belegschaft sind Berliner Start-ups am internationalsten besetzt. Darauf folgen die Standorte München (36,1 Prozent) und Hannover/Oldenburg (30,5 Prozent).

Steigende Gründerzahlen in der digitalen Wirtschaft

Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich weiter fort: Die Anzahl von Start-up-Gründungen in der digitalen Wirtschaft wächst. Mit 15 Prozent ist der Großteil der befragten Jungunternehmen im Bereich IT/Softwareentwicklung tätig, gefolgt von Software as a Service (10,2 Prozent), Industrielle Technologie/Produktion/Hardware (8,9 Prozent), E-Commerce (8,7 Prozent) sowie Consumer Mobile/Web Application (6,0 Prozent). Die angebotenen Dienstleistungen und Produkte richten sich häufig an B2B-Kunden. Die Start-ups erwirtschaften knapp 41 Prozent ihrer Umsätze ausschließlich im B2B-Bereich. Über 24 Prozent geben an, ihre Geschäfte eher im B2B- als im B2C-Umfeld zu tätigen. Die Regionen Stuttgart/Karlsruhe (68,6 Prozent) und München (63,1 Prozent) befinden sich damit über dem bundesweiten Durchschnitt. Bei Start-ups in Berlin und der Metropolregion Rhein-Ruhr stammen die umsatzbringenden Kunden aus dem B2C-Bereich.

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