Stimmung im Mittelstand weiterhin gut

Unternehmen profitieren von guter Wirtschaftslage und Möglichkeiten der Digitalisierung

19. Dezember 2017

Mittelständische Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als positiv. Dies wirkt sich auch auf die Stimmung im Mittelstand aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Mittelstand im Mittelpunkt" des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Kooperation mit der DZ BANK.

Positive Geschäftslage

Der deutsche Mittelstand ist positiv gestimmt. Rund 88,4 Prozent der befragten Unternehmen empfinden ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. Auch die zukünftigen Geschäftserwartungen haben sich innerhalb eines Jahres verbessert. Sie sind von 25,7 Punkten auf 34,4 Punkte gestiegen. Dies ist vor allem in der Baubranche zu spüren. Mittelständische Bauunternehmen sind im Branchenvergleich mit 41,5 Punkten am optimistischsten. Den letzten Platz belegt die Agrarwirtschaft. Dabei ist ihr Erwartungsniveau für die Geschäftsentwicklung so hoch wie nie zuvor. Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung wirkt sich auf die Investitionsneigung aus. Je größer das Unternehmen, desto höher ist die Investitionsbereitschaft. Die Chemie- und Kunststoffindustrie bleibt in diesem Zusammenhang mit 88,4 Prozent Spitzenreiter.

Digitalisierung gewinnt an Bedeutung

Der Großteil der befragten Mittelständler empfindet die Digitalisierung ihres Unternehmens als wichtiges Thema. Sie versprechen sich dadurch Vorteile in der Auftragsbearbeitung (53,8 Prozent) und eine gezieltere Kundenansprache zum Beispiel durch Online-Marketing (40 Prozent). Dennoch planen 30,8 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen keine Maßnahmen zur Digitalisierung. Knapp 55 Prozent rechnen mit zusätzlichen Kosten und über 39 Prozent sehen Probleme beim Datenschutz. Ein weiterer Nachteil stellt für 34 Prozent der Befragten die Aufstockung des Personals zur Realisierung von Digitalisierungsprojekten dar. Dies ist aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels ein zusätzliches Hindernis.

Mitarbeiterrekrutierung im Mittelstand

Laut der Studie "Mittelstand im Mittelpunkt" ist der Arbeitskräftemangel vor allem im Bauhauptgewerbe ein Problem – 88 Prozent der Bauunternehmen sind davon betroffen. Dies beeinflusst die sonst gute Stimmung im Mittelstand. Die gesamte Industriebranche hält daher Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel für sinnvoll. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen in die Mitarbeiterbindung und in Weiterbildungsmaßnahmen investieren, um qualifiziertes Personal zu halten. Mehr als die Hälfte streben Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen sowie eine Kooperation mit öffentlichen Bildungseinrichtungen an.

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