Erste gemeinsame Wohnung

Single-Wohnung adé

Rein in die erste gemeinsame Wohnung: Damit die Liebe das übersteht, sollten vorab einige Dinge geregelt werden – besonders, wenn es um die Finanzen geht.

Unabhängig bleiben

Beide Partner sollten ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können und vom Partner finanziell unabhängig sein. Dafür empfiehlt es sich auch, dass jeder ein eigenes Konto weiterführt. Ein gemeinsames Konto ist jedoch für laufende Kosten wie Miete, Strom, Wasser, Versicherungen, Einkäufe etc. sinnvoll. Dafür bietet sich die Einrichtung von Daueraufträgen an. So geht das Geld automatisch jeden Monat vom Konto ab – ohne große Diskussionen.

Mietvertrag

Im Mietvertrag sollten beide Partner als Hauptmieter stehen. Sie haften dann zusammen für Miete, Nebenkosten sowie Renovierungen und haben die gleichen Rechte an der Wohnung und gegenüber dem Vermieter. Möchte ein Partner ausziehen, muss der andere dem Auszug erst zustimmen und kann so seine finanzielle Situation weiterhin sichern, bis eine Lösung gefunden wurde. Und sollte ein Partner mal im Streit ausziehen, kann ihn der Vermieter trotzdem noch zur Kasse bitten, falls der in der Wohnung verbleibende dessen Anteil nicht zahlen will.

Versicherungen

Als Paar unter einem Dach können einige Versicherungen zusammengelegt werden, zum Beispiel beim Hausrat und bei der Privathaftpflicht, gegebenenfalls auch beim Rechtsschutz. Hier sollten beide Partner im Vertrag als Versicherte stehen. Zudem sollte geklärt werden, wer die Versicherungen zahlt. Am fairsten ist die 50/50-Lösung.

Möbel und Wertgegenstände

Möbel, die beim Zusammenziehen mitgebracht wurden, bleiben Eigentum des ursprünglichen Besitzers. Gemeinsam angeschaffte Geräte und Möbel gehören grundsätzlich beiden zu gleichen Teilen. Auf einer Inventarliste kann festgehalten werden: Was hat jeder in die Wohnung mitgebracht? Was wurde neu angeschafft und von wem gekauft? Ratsam ist es auch, bei größeren Anschaffungen die Belege aufzubewahren. Im Fall einer Trennung verhindert das eventuelle Streitereien.

Putzen

Ein leidiges Thema und oftmals heftiger Streitpunkt – vor allem wenn die Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit stark auseinandergehen und der andere partout nicht den Putzlappen in die Hand nehmen will. Eine Haushaltshilfe kann hier viel Stress vermeiden. Ihre Leistung ist zudem sogar steuerlich als "haushaltsnahe Dienstleistung" absetzbar.

Gegenseitige Verantwortung

Wer als Paar zusammenlebt, gilt als "Bedarfsgemeinschaft". Das heißt: Sollte ein Partner irgendwann auf einkommens- oder vermögensabhängige Leistungen vom Staat wie Hartz IV oder Sozialhilfe angewiesen sein, werden auch die Finanzen des anderen herangezogen. Hat dieser genug Gehalt oder Vermögen, kann er dazu verpflichtet werden, den Partner finanziell zu unterstützen – zum Beispiel auch bei der Krankenversicherung.

VR-Future Ausgabe 4/2016

Die aktuelle Ausgabe von VR-Future erhalten Sie in vielen Volksbanken Raiffeisenbanken.

Finden Sie Ihre Filiale

Das könnte Sie auch interessieren

Interview Tech Open Air

Interview Tech Open Air

Stefan Cahill von der R+V Versicherung erzählt im Interview von seinen Erfahrungen beim Tech Open Air.

mehr

Überraschende Erfolgsgeschichten

Überraschende Erfolgsgeschichten

Von Harry Potter bis Star Wars: Das sind Welterfolge, die heute jedes Kind kennt. Trotzdem hat damals kaum jemand an sie geglaubt.

mehr