Interview zum Tech Open Air

Das Tech Open Air führt Wissenschaftler, Künstler und Startups zusammen.

Im InsurTech Meetup diskutierte diesmal der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mit der zeb, dem StartupBus Europe sowie der R+V Versicherung über die neuesten Versicherungstrends. Stefan Cahill von der R+V Versicherung war dabei.

Herr Cahill, das war Ihr erstes Tech Open Air. Wie war's?

Spannend, mit vielen interessanten Gesprächen. Insbesondere das Networking mit den Gründerinnen und Gründern war wertvoll. Es hat mich aber auch noch mal darin bestätigt, dass wir gut aufgestellt sind. So hat die R+V Versicherung binnen 60 Tagen eine neue App (R+V-Scan-App ) entwickelt. Das ist sehr schnell und zeigt, wie agil wir arbeiten können. So war Steven Beeckman, Geschäftsführer des StartupBus, überzeugt: "Der von der R+V eingeschlagene Weg ist goldrichtig." Denn Innovation und Gründergeist können nicht gelehrt werden, sondern müssen – durch Tun – erlernt werden.

Zum TOA wurde extra ein Kreativlabor installiert. Was passiert dort?

Hier kommen Mitarbeiter aus der gesamten Gruppe der Volksbanken Raiffeisenbanken zum Austausch zusammen: vom IT-Experten über den Berater bis zum Marketingexperten. Ein Ziel ist zum Beispiel, Lösungen für die Probleme und Herausforderungen unserer Kunden zu finden. Dazu begeben sich die Kollegen auf eine sogenannte Kundenreise, um deren Herz- und Schmerzpunkte besser fassen zu können und Produkte, Prozesse und Dienstleistungen daraufhin zu überdenken.

Worin liegt die Stärke des Kreativlabors?

Unterschiedliche Personen mit ganz unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten treffen hier aufeinander. Denn erst die Heterogenität lässt ein Kundenanliegen nicht nur durch die IT- oder Beraterbrille sehen. Im Fokus steht kein Produkt, sondern der Zweck. Das kann man am Beispiel eines Kontos oder von Bargeld ganz gut verdeutlichen. Früher gab es nur das Konto und dazu Bargeld. Heute gibt es Online-Banking, Bezahlen von Handy zu Handy und diverse Apps. Produkte beziehungsweise Lösungen entwickeln sich weiter, der Bedarf ist aber immer noch der gleiche.

Welche Rolle spielt die Digitalität in Ihrer Branche?

Banken und Versicherungen müssen mit der Zeit gehen und dieser Entwicklung folgen. Von den Startups können wir zum Beispiel lernen, wie sie an Problemlösungen herangehen und wie sie umgesetzt werden. Wir haben über 30 Millionen Kunden und in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe viele Kompetenzen und viel Wissen vereint. Einige Bereiche sind schon stark digitalisiert, andere werden folgen und wiederum andere werden "analog" bleiben. Auch in Zukunft wird es Menschen geben, zu denen man gehen und sich persönlich unterhalten kann: unsere Beraterinnen und Berater. Das können andere Unternehmen nicht – und darauf sind wir stolz.

Zur Person Stefan Cahill

Diplom-Wirtschaftsinformatiker Stefan Cahill ist Mitglied des Kernteams der Konzernentwicklung der R+V Versicherung AG und gestaltet dort das R+V-weite Innovationsmanagement. Darüber hinaus ist er in die Gesamtprojektleitung eines übergreifenden Strategieprojekts in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe eingebunden.

VR-Future Ausgabe 4/2016

Die aktuelle Ausgabe von VR-Future erhalten Sie in vielen Volksbanken Raiffeisenbanken.

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