Nutzung von Online-Bewerbungen steigt

Jeder vierte Personalchef wünscht klassische Bewerbungsmappen

16. Juli 2015

Laut einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom bevorzugt mehr als die Hälfe der Personalchefs die Nutzung von Online-Bewerbungen. Nur noch 27 Prozent verlangen Bewerbungsunterlagen auf Papier. 15 Prozent haben keine Präferenz.

Online-Bewerbung muss sorgfältig zusammengestellt sein

"Die Digitalisierung der Wirtschaft erfasst alle Branchen und alle Abteilungen der Unternehmen. Jetzt wird auch das Personalwesen digitalisiert", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Bewerber sollten in die richtige Zusammenstellung ihrer Online-Unterlagen mindestens so viel Zeit investieren wie in die klassische Papier-Bewerbung, denn auch bei der digitalen Bewerbung zählt bereits der erste Eindruck."

Bewerbungssysteme vereinfachen die Auswertung

Bei der Online-Bewerbung gibt es zwei Wege. Jedes dritte Unternehmen wünscht die Zusendung der Unterlagen per E-Mail. Dagegen bevorzugt jedes fünfte Unternehmen eigene Bewerbungs-Tools. Hier füllen die Interessenten ein Formular mit persönlichen Angaben aus und laden eingescannte Dokumente wie Zeugnisse oder Arbeitsproben hoch. Die Auswertung und Sortierung der Bewerbungen im Tool ist dann für den Personaler einfacher als per Mail.

Bewerbungs-Tools ersetzen in großen Unternehmen die E-Mail

Bei Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten stellt sogar jede dritte solche Online-Tools zur Verfügung. Nur jedes fünfte große Unternehmen setzt auf die E-Mail-Bewerbung. Bei kleineren Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern wollen 29 Prozent die Unterlagen per E-Mail. Lediglich 19 Prozent setzen Online-Tools ein. Mehr als 22 Prozent haben keinen bevorzugten Bewerbungsweg.