Falschgeld erkennen

So unterscheiden Sie das Original von der Fälschung

28. Mai 2019

Falsche Scheine wirken auf den ersten Blick oft wie echte Banknoten. Zudem haben die wenigsten Privatpersonen Geräte zur Hand, mit denen sie Blüten identifizieren können. Doch anhand verschiedener Sicherheitsmerkmale können Sie Falschgeld auch ohne Hilfsmittel erkennen.

Verschiedene Merkmale entlarven eine Fälschung

Echte Scheine zeichnen sich durch mehrere Sicherheitsmerkmale aus. Seit 2013 hat die Deutsche Bundesbank schrittweise die Banknoten der Europa-Serie eingeführt. Diese sollen durch verbesserte Sicherheitsmerkmale schwerer zu fälschen sein. Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten bilden hier den Abschluss und sind seit dem 28. Mai 2019 im Umlauf.

Fälscher berücksichtigen bei der Herstellung von Blüten im Regelfall nicht alle Sicherheitsmerkmale einer Banknote. Für die Echtheitsprüfung empfiehlt die Bundesbank deshalb den Test "Fühlen, Sehen, Kippen", der gleich mehrere Merkmale abdeckt.

Schnelltest: Fühlen

Fälschungen verraten sich oft schon durch das verwendete Papier: Echte Scheine bestehen aus Baumwolle und fühlen sich daher fester und griffiger an als nachgemachte Exemplare. Dank spezieller Drucktechniken der Bundesbank können Sie die Originale auch anhand fühlbarer Reliefs erkennen. Bei beiden Scheinserien fühlt sich der Aufdruck von Hauptmotiv, großer Wertzahl und Schrift in der Regel etwas dicker an als bei Fälschungen. Die Europa-Serie ist zudem am linken und rechten Rand mit leicht hervorgehobenen Linien versehen, die Sie ertasten können.

Schnelltest: Sehen

Auch anhand visueller Merkmale können Sie Falschgeld identifizieren. Wenn Sie eine neue Banknote gegen das Licht betrachten, sollten Sie ein Portraitfenster und ein Wasserzeichen ausmachen können. Die erste Serie der Euro-Banknoten ist mit ähnlichen Merkmalen versehen und verfügt über ein Motiv-Wasserzeichen und ein sogenanntes Durchsichtsregister. Dieses besteht aus unvollständigen Mustern auf der Vorder- und Rückseite. Erst wenn Sie den Geldschein gegen das Licht halten, bildet sich daraus der vollständige Zahlenwert.

Schnelltest: Kippen

Beim Kippen jeder Banknote können Sie auf der Vorderseite rechts ein Hologramm und auf der Rückseite einen Glanzstreifen erkennen, auf dem im Wechsel das Euro-Symbol und die Wertzahl abgebildet sind. Auch auf den 5- bis 20-Euro-Scheinen der ersten Serie sollten Sie beim Kippen abwechselnd die Wertzahl und das Euro-Symbol sehen können. Die 50- bis 500-Euro-Scheine weichen davon leicht ab, denn sie zeigen je nach Kippbewegung die Wertzahl oder ein Tor bzw. Fenster. Die Banknoten der Europa-Serie dagegen tragen als Hologramm alle das Euro-Symbol, das jeweilige Architekturmotiv und mehrfach die Wertzahl. Anders als bei der ersten Serie können Sie hier auf der Vorderseite auch die sogenannte Smaragdzahl erkennen, die Ihre Farbe je nach Lichteinfall ändert. Wenden Sie eine 20-, 50-, 100- oder 200-Euro-Banknote, erscheint auf der Rückseite des Portraitfensters mehrfach die regenbogenfarbene Wertzahl des Scheins.

Meldepflicht für Falschgeld

Am häufigsten sind 20- und 50-Euro-Scheine im Umlauf. Aus diesem Grund gibt es davon besonders viele Plagiate. Wenn Sie bei einer Banknote nicht sicher sind, ob es sich um eine Fälschung handelt, können Sie sich an Ihre Hausbank wenden. Zudem gibt es für Falschgeld eine Meldepflicht: Bei einer eindeutigen Fälschung müssen Sie das Geld an die Polizei übergeben. Bei verdächtigen Banknoten müssen Sie die Deutsche Bundesbank informieren. Für den Gegenwert erhalten Sie keine Erstattung. Sie machen sich bei einem Verstoß jedoch unter Umständen strafbar.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Behörden oder einen Berater bei Ihrer Bank nicht ersetzen.

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