Formalitäten nach der Hochzeit

Auf die Trauung folgt die Bürokratie

22. Mai 2018

Nach der Hochzeit stehen für Frischvermählte einige Formalitäten an. Ob Namenswechsel, Versicherungen oder Steuerklasse: Diverse Änderungen machen einige Behördengänge notwendig. Daher ist es ratsam, sich bereits im Voraus darüber zu informieren, worum Sie sich nach der Trauung kümmern müssen.

Namensänderung nach der Hochzeit

Wollen Sie nach der Hochzeit den Familiennamen Ihres Partners annehmen? Dann müssen Sie einen neuen Personalausweis und einen neuen Reisepass beantragen. Dafür ist das Einwohnermeldeamt zuständig. Auf dem Führerschein müssen Sie die Namensänderung zwar nicht vermerken lassen. Bei der Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) und der Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) ist dies jedoch Pflicht. Um die Anträge kümmert sich die Kfz-Zulassungsstelle. Wen Sie neben Ihrem Arbeitgeber unter anderem auch noch über den Namenswechsel informieren sollten:

  • Strom-, Gas- und Telefonanbieter
  • Banken
  • Krankenkasse
  • Bausparkassen
  • Gebühreneinzugszentrale
  • Vermieter
  • Vereine
  • Unternehmen, bei denen Abonnements bestehen

Änderung der Steuerklassen

Genießen Sie als Ehepaar steuerliche Vorteile und ändern Sie nach der Hochzeit Ihre bisherigen Steuerklassen in IV/IV, III/V oder IV/IV mit Faktor. Die Kombination IV/IV ist für Paare mit etwa gleichem Einkommen optimal. Die Alternative III/V bietet sich an, wenn einer der Ehepartner etwa 60 Prozent des gemeinsamen Einkommens erzielt. Bei der Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor wird das Ehegattensplitting bereits während des Jahres berücksichtigt. Durch das Faktorverfahren können Sie höhere Steuernachzahlungen vermeiden. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

Versicherungen prüfen und zusammenlegen

Zu den weiteren Formalitäten nach der Hochzeit gehören das Prüfen und Ändern von bestehenden Versicherungsverträgen. Führen Sie Versicherungen wie Ihre Hausrat- oder private Haftpflichtversicherung künftig gemeinsam. Nach der Eheschließung können Sie den Partner sowie die gemeinsamen Kinder in der Regel beitragsfrei mitversichern. Hier führen Sie im Idealfall den älteren Vertrag weiter und heben den jüngeren auf. Denn häufig sind die Konditionen beim älteren Vertrag günstiger.

Gemeinsames Konto und Ummeldung der Kinder

Bei den Finanzen stehen ebenfalls einige Veränderungen an. So müssen Sie bei einem Namenswechsel neue Bank- und Kreditkarten beantragen. Zudem besteht die Möglichkeit, ein gemeinsames Konto zu eröffnen. Dabei können die Ehepartner jeweils ihr eigenes Girokonto behalten und zusätzlich ein drittes einrichten, um darüber die bestehenden Daueraufträge für Miete oder Versicherungen laufen zu lassen. Denken Sie außerdem an die Ummeldung gemeinsamer Kinder zum Beispiel bei der Krankenkasse und Ihrer Kindergeldstelle. Ansprechpartner für das Thema Kindergeld ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Steuerberater, Lohnsteuer-Hilfeverein, Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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