Immobilienfinanzierung

Die acht häufigsten Fehler

6. März 2014

Eigene vier Wände lohnen sich – vorausgesetzt, man macht bei der Finanzierung keine schweren Fehler. Sonst kann das Traumhaus schnell um eine fünfstellige Eurosumme teurer werden. Schwäbisch-Hall-Experte Sebastian Flaith hat eine Checkliste mit den acht häufigsten Finanzierungsfallen erstellt, in die kein Bauherr tappen sollte.

1. Zu wenig Eigenkapital

Jeder Euro, den man sich leihen muss, verteuert die Finanzierung. Bauherren sollten in einer soliden Finanzierung mindestens ein Viertel der Gesamtkosten aus Eigenmitteln bestreiten. Zum Eigenkapital zählen neben Barvermögen auch nutzbare Guthaben, etwa auf einem Sparbuch, einem Geldmarktkonto oder Bausparvertrag.

2. Kreditbedarf falsch berechnet

Unterschätzt man den Kreditbedarf, wird eine teure Nachfinanzierung nötig. Setzt man ihn zu hoch an, verlangen Banken eine Nichtabnahme-Entschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme. Kalkulieren Sie darum so genau wie möglich.

3. Nominal- und Effektivzins verwechselt

Der Klassiker: Nur der Effektivzins ist wirklich aussagekräftig, wenn man Finanzierungsangebote vergleicht. Er beinhaltet auch Extrakosten wie beispielsweise Kontoführungs- und Darlehensgebühren, die manche Banken erheben.

4. Eigenleistung überschätzt

Schön, wenn man am Bau selbst mit anpacken kann und Freunde und Verwandte mithelfen. Doch viele Häuslebauer überschätzen nicht nur ihre Fähigkeiten und die verfügbare Zeit, sondern auch die Einsparmöglichkeiten. Mit der falsch kalkulierten Muskelhypothek wird der Bau nicht billiger, sondern teurer.

5. Zu hohe Belastung

Das Alltagsleben geht auch für Bauherren weiter. Unvorhergesehene Ausgaben, wie etwa eine größere Autoreparatur, müssen problemlos bezahlbar bleiben. Verplanen Sie deshalb nicht den letzten Cent Ihres Nettoeinkommens und bilden Sie sicherheitshalber eine Reserve in Höhe von drei bis sechs Monatsgehältern.

6. Zu niedrige Tilgung

Je geringer die Tilgung, desto länger dauert es, bis die Immobilie schuldenfrei ist. Das sollte spätestens bei Renteneintritt der Fall sein. Und je länger die Laufzeit eines Kredits, desto höher sind die Gesamtkosten der Finanzierung. Tipp: Bauherren sollten die derzeitige Niedrigzinsphase für eine langfristige Zinsbindung und eine Tilgung von mindestens zwei Prozent nutzen. Außerdem sollten sie mit der Bank ein Recht auf kostenfreie Sondertilgungen aushandeln, wie sie bei Bausparverträgen selbstverständlich sind.

7. Nebenkosten übersehen

Für Notar und Grundbucheintrag werden meist 1,5 Prozent des Kaufpreises fällig, die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Maklergebühren können noch deutlich höher zu Buche schlagen; sie betragen zwischen 3,5 und 7 Prozent des notariellen Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Die Gesamtnebenkosten können sich so auf bis zu 15 Prozent des Kaufpreises summieren. Vorsicht beim Kauf vom Bauträger: Prüfen Sie, ob der "Festpreis" wirklich alle Kosten enthält, beispielsweise auch die Erschließungskosten für das Grundstück oder Anschlusskosten an Energieversorger.

8. Laufende Kosten unterschätzt

Auch Hauseigentümer müssen rechtzeitig Rücklagen für Renovierungen bilden, etwa mit einem Bausparvertrag. Faustregel: Die Bausparsumme sollte 15 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie betragen.

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG ist mit 7,3 Millionen Kunden und einem Marktanteil von rund 32 Prozent die größte Bausparkasse in Deutschland. 2013 schloss das Unternehmen 1,1 Millionen Bausparverträge mit einem Volumen von 36 Milliarden Euro ab. Mit mehr als 7.000 Mitarbeitern arbeitet Schwäbisch Hall eng mit den Genossenschaftsbanken zusammen und ist mit fünf Beteiligungsgesellschaften auch im Ausland erfolgreich tätig.

Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

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