Nebenkostenabrechnung

Prüfen Sie Ihre Nebenkostenabrechnung

14. Februar 2018

Die jährliche Nebenkostenabrechnung sorgt manchmal für Aufregung, denn nicht immer stimmen alle Angaben. Ob gestiegene Kosten oder überhöhte Forderungen vom Vermieter: Als Mieter haben Sie das Recht, entsprechende Belege einzusehen.

Abrechnungszeitraum und Umlageschlüssel

Sie sollten Ihre jährliche Nebenkostenabrechnung immer gründlich prüfen. So können Sie auch unberechtigte oder überhöhte Forderungen des Vermieters entdecken. Überprüfen Sie zunächst, ob Ihre Nebenkostenabrechnung den richtigen Zeitraum abdeckt. Sie darf in der Regel maximal zwölf Monate umfassen. Wenn ein Mieter zum Beispiel erst Mitte des Jahres eingezogen ist, kann der Vermieter die Abrechnung auch für einen kürzeren Zeitraum ausstellen. Welcher Umlageschlüssel ist in Ihrem Mietvertrag festgelegt? Der Umlage- beziehungsweise Verteilerschlüssel bestimmt die Nebenkostenverteilung auf die einzelnen Mietparteien. Diese kann nach Wohnfläche, Wohneinheit, Personenzahl oder Verbrauch erfolgen. Anhand des Umlageschlüssels errechnen Sie, ob Ihr Nebenkostenanteil stimmt. Bei einer Nebenkostenabrechnung mit fehlerhaften Angaben haben Sie das Recht, beim Vermieter die Originalunterlagen einzusehen.

Betriebskosten und sonstige Nebenkosten

Die Nebenkosten, die Sie als Mieter zahlen müssen, sind im Mietvertrag aufgelistet. Zu den Betriebskosten, also allen umlagefähigen Nebenkosten, gehören in der Regel

•    Kaltwasser, Abwasser und Heizung,
•    Straßenreinigung, Grundsteuer und Müllabfuhr,
•    Hausreinigung und Gartenpflege,
•    Hauswart,
•    Fahrstuhl,
•    Beleuchtung von Außenflächen und Allgemeinflächen wie Treppenhäusern,
•    Gemeinschaftsantenne und -waschküchen,
•    Sach- und Haftpflichtversicherungen.

Wenn im Mietertrag keine Betriebskosten aufgeführt sind, müssen Sie nur für die Heiz- und Warmwasserkosten aufkommen. Weitere Aufwendungen sind durch die Kaltmiete abgegolten. Sollten im Vertrag zusätzliche "sonstige Kosten" angegeben sein, können Sie dem widersprechen. Als Mieter haben Sie ein Anrecht zu erfahren, um welche Kosten es sich handelt. Der Vermieter darf aber nicht alle Nebenkosten auf den Mieter umlegen. Forderungen für Aufwendungen, die durch die Hausverwaltung, Führung eines Mieterkontos oder Reparatur- und Instandhaltungskosten entstehen, sind unwirksam.

Diese Frist muss der Vermieter einhalten

Spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums muss der Vermieter dem Mieter die Nebenkostenabrechnung vorlegen. Forderungen, die Sie nach dieser Frist erhalten, müssen Sie nicht bezahlen. Der Vermieter verliert durch die verspätete Abrechnung den Anspruch auf eventuelle Nachzahlungen. Ausgenommen sind Verspätungen, die der Vermieter nicht selbst verschuldet hat. Dies muss er jedoch beweisen. Sie als Mieter haben hingegen auch nach den besagten zwölf Monaten Anspruch auf eine Rückzahlung.

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