Aufbewahrungsfristen für Unterlagen

Gesetzliche Gewährleistungs- und Verjährungsfristen

6. Februar 2018

Durch regelmäßiges Aussortieren von alten Unterlagen wie Rechnungen oder Kontoauszüge vermeiden Sie Papierberge. In manchen Fällen sind die Aufbewahrungsfristen für Unterlagen gesetzlich vorgeschrieben. Dann sollten die Dokumente nicht vorschnell in den Müll wandern.

Kaufbelege und Kassenbons bei Reklamationen

Für Neuwaren wie Elektrogeräte gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren durch den Verkäufer. So lange sollten Sie auch den Kassenbon sicher aufbewahren. Bei Reklamationen in diesem Zeitraum benötigen Sie den Kaufbeleg. Diese Frist gilt auch für Waren, die Sie online gekauft haben. Wichtig: Beachten Sie die Unterscheidung zwischen der Gewährleistung und der Herstellergarantie. Während die Gewährleistung durch den Verkäufer zwei Jahre umfasst, geben die meisten Hersteller nur ein Jahr Garantie auf das Produkt.

Aufbewahrungspflicht für Handwerkerrechnungen, Steuer- und Mahnbescheide

Privatpersonen müssen Rechnungen, Zahlungsbelege oder andere Unterlagen, die im Zusammenhang mit Leistungen an einem Grundstück stehen, zwei Jahre lang aufheben. Dazu gehören zum Beispiel sämtliche Bauleistungen, Renovierungsarbeiten, Gartenbepflanzungen oder Gerüstbau. Es kann nämlich passieren, dass Behörden zur Bekämpfung von Schwarzarbeit solche Rechnungen als Nachweis fordern. Für andere Dokumente sind deutlich längere Fristen empfehlenswert: Steuerbescheide sollten Sie sechs Jahre aufbewahren. Mahnbescheide, Gerichtsurteile oder Kreditunterlagen verwahren Sie 30 Jahre an einem sicheren Ort.

Kontounterlagen und Versicherungsverträge

Ihre privaten Bankunterlagen wie Kontoauszüge sollten Sie mindestens drei Jahre lang sammeln. Im Zweifelsfall können Sie nachweisen, dass Sie eine Rechnung oder die Miete bezahlt haben. Bewahren Sie Dokumente zu Versicherungen oder Verträgen – wie für ein Darlehen oder die Hausratversicherung – auf jeden Fall bis zum Vertragsende auf. Sozialversicherungsnachweise, Arbeitsverträge und ähnliche Unterlagen sollten Sie unbedingt bis zur Rente behalten. Diese belegen Ihren beruflichen Werdegang und Ihre Rentenansprüche.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Ämter, Ihren Versicherer oder einen Berater bei Ihrer Bank nicht ersetzen.

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