Jahressteuerbescheinigung: Was steht drin?

So erhalten Sie zu viel gezahlte Steuern zurück

26. Januar 2021

Die Jahressteuerbescheinigung ist ein Dokument, das eine Auflistung sämtlicher steuerpflichtiger Kapitalerträge enthält. Doch was genau steht in der Bescheinigung und wofür ist sie sinnvoll? Informationen rund um das Thema Jahressteuerbescheinigung erhalten Sie hier.

Jahressteuerbescheinigung beim Finanzamt einreichen

In der Jahressteuerbescheinigung sind alle steuerpflichtigen Kapitalerträge aufgelistet, die Sie innerhalb eines Jahres durch Konten und Depots erzielt haben. Mithilfe dieses Dokuments können Sie Ihre Einkommensteuererklärung und die Anlage KAP ausfüllen. Legen Sie die Steuerbescheinigung Ihrer Steuererklärung bei, wenn Sie diese beim Finanzamt einreichen. Seit Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 führen Finanzdienstleister und Kreditinstitute Steuern auf Kapitalerträge automatisch an das Finanzamt ab. Die Ausstellung einer Jahressteuerbescheinigung ist dabei laut Einkommensteuergesetz (EStG) nicht mehr verpflichtend. Je nach Bank oder Finanzdienstleister können Steuerpflichtige aber eine solche Bescheinigung beantragen.

Was steht in der Jahressteuerbescheinigung?

Wie umfangreich die Auflistung ist, hängt davon ab, welche Anlageprodukte Sie besitzen. Die Bescheinigung enthält unter anderem folgende Angaben:

  • Höhe und Art der abgeltungssteuerpflichtigen Kapitalerträge wie Veräußerungsgewinne bei Wertpapiergeschäften
  • Abgeführte Kapitalertragssteuer
  • Einbehaltene Kirchensteuer zur Kapitalertragssteuer
  • Zeitraum, in dem Sie diese Erträge erzielt haben


Wer benötigt die Bescheinigung?

Mithilfe der Jahressteuerbescheinigung können Sie zu viel gezahlte Abgeltungssteuer und Einkommensteuer zurückerhalten. Steuerzahler benötigen die Bescheinigung zum Beispiel wenn sie

  • Ihren Freistellungsauftrag für Kapitalerträge vergessen oder in zu geringer Höhe beantragt haben,
  • Kapitaleinkünfte erzielen, aber ihr zu versteuerndes Einkommen unter 16.000 Euro für Singles beziehungsweise 32.000 Euro für Ehepaare liegt und ein entsprechend günstigerer Steuersatz gilt,
  • Anspruch auf eine Nichtveranlagungsbescheinigung haben, diese aber noch nicht beantragt ist. Mit der Nichtveranlagungsbescheinigung können Steuerzahler sich aufgrund geringer Einkünfte – wie sie zum Beispiel Studenten oder Rentner erzielen – von Steuerabgaben auf Kapitalgewinne freistellen lassen.

 

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Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), einen Berater bei Ihrer Bank oder durch die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.