Die Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen

Bis 110 Euro pro Person ist steuerfrei

27. September 2017

Eine Weihnachtsfeier ist ein schöner Jahresabschluss. Sie bietet dem Arbeitgeber die Gelegenheit, sich bei den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit zu bedanken. Damit die Kosten für das Fest steuerfrei bleiben, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Steuerfrei bleiben

Mit leckerem Essen und einem guten Unterhaltungsprogramm lassen die meisten Unternehmen das Jahr ausklingen. Die Weihnachtsfeier gilt rechtlich als Betriebsveranstaltung. Will der Arbeitgeber die Kosten für die Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen, ist es notwendig, gewisse Kriterien einzuhalten. Alle Mitarbeiter – zumindest aus einer Filiale oder einer Abteilung – müssen eingeladen sein. Zudem dürfen die Kosten pro Mitarbeiter den Freibetrag von 110 Euro brutto nicht überschreiten. Liegen die Ausgaben darüber, gelten sie als geldwerter Vorteil für die Arbeitnehmer. Die Folge: Die Lohnsteuer wird für jeden Euro über dem Freibetrag fällig. Hierfür kann anstelle der Regelbesteuerung ein Pauschalsteuersatz von 25 Prozent festgesetzt werden. So müssen die einzelnen Gehaltsabrechnungen nicht individuell geändert werden. Der Freibetrag gilt für zwei Betriebsveranstaltungen jährlich.

Alle Kosten einkalkulieren

In den Freibetrag fließen sämtliche Aufwendungen des Arbeitgebers für die Weihnachtsfeier ein. Das sind neben den Kosten für Speisen und Getränke auch die Miete für die Location, Service- und Fahrtkosten sowie Aufwendungen für das Unterhaltungsprogramm. Ebenso kommen Geschenke und eventuelle Übernachtungen hinzu. Der Gesamtbetrag wird durch die Zahl der tatsächlich anwesenden Beschäftigten geteilt. Wichtig ist: Die Kosten, die für eine Begleitperson bei einer Feier anfallen, zählen zum Freibetrag des einladenden Mitarbeiters. So kann es leicht passieren, dass die anteiligen Kosten den Freibetrag pro Person überschreiten.

Leiharbeiter und Minijobber auf der Weihnachtsfeier

Leiharbeiter können – wie Mitarbeiter in einem regulären Arbeitsverhältnis – an der Weihnachtsfeier teilnehmen. Das gilt ebenso für Minijobber. Hierbei ist die Einhaltung der Grenze des Freibetrags jedoch besonders wichtig. Fallen höhere Kosten an, addiert das Finanzamt diese zum Lohn. Unter Umständen verdienen die geringfügig Beschäftigten im Dezember dann mehr als 450 Euro und gelten somit als normal sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Durch die Pauschalversteuerung können die Unternehmen dafür sorgen, dass diese Mitarbeiter ihren Status als Minijobber behalten.

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