Die Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen

Bis 110 Euro pro Person ist keine Steuer fällig

10. November 2016

Die Weihnachtsfeier kann bis zu einem Freibetrag von 110 Euro inklusive Umsatzsteuer pro Arbeitnehmer von der Steuer abgesetzt werden. Wichtig dabei ist, dass alle Mitarbeiter – oder zumindest alle Mitarbeiter einer Abteilung oder Filiale – eingeladen sind.

Bedingungen beachten oder Lohnsteuer bezahlen

Weihnachten wird in vielen Betrieben gefeiert und ist eine nette Gelegenheit, um sich bei den Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit zu bedanken. Die Kosten dafür darf der Arbeitgeber unter gewissen Voraussetzungen steuerlich absetzen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, gelten die Ausgaben als geldwerter Vorteil für die Arbeitnehmer. Die Folge: Lohnsteuer und eventuelle Sozialabgaben sind fällig. Es gilt ein Freibetrag von 110 Euro brutto. Das heißt, dass nur der Betrag versteuert werden muss, der darüber liegt. Dieser Betrag kann zweimal pro Jahr für Betriebsveranstaltungen ausgeschöpft werden.

Alle Kosten beachten

Der Freibetrag umfasst sämtliche Kosten der Feier pro Mitarbeiter. Neben der Verpflegung zählen zum Beispiel auch Saalmiete, Servicepersonal, Fahrtkosten sowie Aufwendungen für Musik zum Gesamtbetrag. Dieser wird durch die Zahl der tatsächlich anwesenden Teilnehmer geteilt. Kosten für begleitende Partner werden zu den Kosten für den einladenden Mitarbeiter gezählt. Der für eine Begleitperson anfallende Anteil wird also dem jeweiligen einladenden Arbeitnehmer zugerechnet, so dass der Freibetrag pro Person schnell überschritten werden kann.

Minijobber auf der Weihnachtsfeier

Wenn das Unternehmen die Bedingungen des Finanzamtes nicht erfüllt, gilt eine Pauschale von 25 Prozent Lohnsteuersatz. So müssen die einzelnen Gehaltsabrechnungen nicht individuell geändert werden. Auch Minijobber nehmen als reguläre Mitarbeiter an der Weihnachtsfeier teil. Das ist kein Problem, solange die Grenze des Freibetrags eingehalten wird. Fallen höhere  Kosten an, dann schlägt das Finanzamt diese auf die Löhne auf. Daraus folgt, dass Arbeitskräfte auf 450-Euro-Basis im Dezember normale sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer werden. Allerdings kann der Arbeitgeber den Minijobber zum neuen Jahr erneut als solchen anmelden.

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