Abgabefrist für die Steuererklärung 2017

Was Sie bei Ihrer Steuererklärung beachten sollten

10. April 2018

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, hat jedes Jahr im Mai viel zu tun. Denn bis zum 31. Mai müssen Sie Ihre Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Diese Abgabefrist kann sich in manchen Fällen verlängern. Hier finden Sie die wichtigsten Fristen und Informationen zum Thema.

Abgabefristen für die Steuererklärung

Schon ab dem 1. Januar kann die Steuererklärung für das Vorjahr eingereicht werden. Wenn Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind und diese auch selbst erstellen, müssen Sie Ihre Steuererklärung spätestens bis zum 31. Mai beim Finanzamt abgeben. In Ausnahmefällen – zum Beispiel bei Krankheit oder beruflichem Auslandsaufenthalt – ist eine Fristverlängerung bis zum 30. September möglich. Diese Verlängerung müssen Sie schriftlich begründet beim Finanzamt beantragen. Sollten Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein mit Ihrer Steuererklärung beauftragt haben, verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis zum 31. Dezember.

Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 verlängert sich die Abgabefrist. Sie muss dann zukünftig bis zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt eingehen. Die Steuererklärung für das Jahr 2018 müssen Sie also bis zum 31. Juli 2019 eingereicht haben. Wenn Sie einen Steuerberater beauftragen, hat dieser sogar bis zum 28./29. Februar des übernächsten Jahres Zeit.

Wer ist zur Abgabe verpflichtet?

Sie sind als Arbeitnehmer in folgenden Fällen zur jährlichen Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet:

  • Sie und Ihr Ehe- oder Lebenspartner bezogen Arbeitslohn und einer von Ihnen wurde nach der Steuerklasse V, VI oder IV mit Faktor besteuert.
  • Sie hatten über Ihren Arbeitslohn hinaus zusätzliche Einkünfte, die mehr als 410 Euro im Jahr betrugen und von denen keine Lohnsteuer einbehalten wurde.
  • Sie haben steuerfreie Lohnersatzleistungen wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld I bezogen, die über 410 Euro im Jahr betrugen.
  • Sie haben von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Lohn erhalten.
  • Das Finanzamt hat einen Freibetrag ermittelt – zum Beispiel Kinderbetreuungskosten – und Ihr Arbeitslohn als Single oder Ehepaar beträgt mehr als 11.000 Euro beziehungsweise 20.900 Euro im Jahr.
  • Sie wurden geschieden und haben im selben Jahr wieder geheiratet.

Freiwillige Abgabe der Steuererklärung

Wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, müssen Sie dies auch nicht tun. Eine freiwillige Abgabe der Steuererklärung lohnt sich jedoch in vielen Fällen. Sie können mit einer Steuerrückerstattung rechnen, wenn

  • Sie Sonderausgaben oder Werbungskosten haben,
  • Sie Geringverdiener sind und nebenbei eine zweite Berufsausbildung absolvieren,
  • Ihr jährliches Einkommen variiert,
  • Sie im Laufe des Jahres Ihre Steuerklasse geändert haben,
  • innerhalb eines Kalenderjahres Ihr Arbeitsverhältnis unterbrochen war,
  • Sie Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse wie Malerarbeiten geltend machen möchten.
     

Die freiwillige Steuererklärung, die im Steuerrecht Antragsveranlagung genannt wird, können Sie auch rückwirkend für bis zu vier Jahre einreichen.

Steuererklärung anfertigen: elektronisch oder schriftlich


Sie können Ihre Steuererklärung auch elektronisch mit dem amtlichen Steuererklärungsprogramm ElsterFormular oder einem der kommerziellen Programme erstellen. Dies hat für beide Seiten Vorteile: Die Bearbeitung Ihrer Steuererklärung erfolgt für Sie schneller. Beim Finanzamt entstehen keine Eingabefehler durch das manuelle Eintippen Ihrer Daten. Alternativ können Sie das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung nutzen. Dort steht Ihnen eine Vielzahl interaktiver Formulare zum Download zur Verfügung. Diese füllen Sie entweder direkt am Computer aus oder Sie drucken die Formulare aus und machen die Angaben per Hand. Im Anschluss lassen Sie die Dokumente dann dem Finanzamt zukommen. Ganz ohne Papier funktioniert die Steuererklärung mit elektronischer Authentifikation über das ElsterOnline-Portal.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.

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