Arbeitnehmersparzulage: Anspruch und Antrag

Unter welchen Umständen Sie Förderung vom Staat bekommen

Arbeitnehmer, die vermögenswirksame Leistungen (VL) erhalten, haben bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Den Antrag darauf stellen Sie zusammen mit der Einkommensteuererklärung.

Wie hoch ist die Förderung durch die Arbeitnehmersparzulage?

Vermögenswirksame Leistungen sind ein freiwilliges Angebot des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer. Bei Angestellten mit einem eher geringen Jahreseinkommen fördert der Staat die VL durch eine Sparzulage. Deren Höhe beträgt zwischen 43 und 123 Euro pro Jahr. Sie erhalten die Zulage, wenn Sie mindestens sieben Jahre lang Geld per VL-Vertrag angelegt haben.

Wer hat Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage?

Ihr Anspruch auf die Sparzulage ist abhängig von der Sparform. Legen Sie Ihr Geld in Aktienfonds oder Beteiligungen an, dürfen Sie jährlich höchstens 20.000 Euro als Single bzw. 40.000 Euro gemeinsam mit Ihrem Ehe- oder Lebenspartner verdienen. Wenn Sie die Sparzulage für Ihren Bausparvertrag oder die Tilgung eines Baukredits nutzen, fördert Sie der Staat nur bis zu einem jährlichen Einkommen von 17.900 Euro bei Alleinstehenden und 35.800 Euro bei Ehepaaren. Von Ihrem zu versteuernden Einkommen ziehen Sie Kinderfreibeträge in Höhe von 3.624 Euro pro Kind bei Alleinstehenden bzw. 7.248 Euro bei Verheirateten ab. So können Familien mit Kindern auch bei relativ hohem Nettoeinkommen von der Arbeitnehmersparzulage profitieren.

Welche Anlageformen sind für die Sparzulage zulässig?

Der Staat fördert mit der Sparzulage vermögenswirksame Leistungen, wenn Sie diese zum Bausparen nutzen oder damit in Aktien oder Unternehmensanteile investieren. Zeitgleich können Sie in einen Aktienfonds sowie einen Bausparvertrag einzahlen. Ebenso ist es gestattet, mit der Sparzulage das Darlehen für selbstgenutzte Immobilien zu tilgen.

Wie beantrage ich die Arbeitnehmersparzulage?

Sie beantragen die Zulage mit Ihrer Einkommensteuererklärung. Kreuzen Sie dazu im Hauptformular der Steuererklärung das Kästchen "Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmersparzulage" an. Wenn Sie das vergessen haben sollten, können Sie die Sparzulage bis zu vier Jahre rückwirkend fordern. Dafür müssen die Voraussetzungen für den Erhalt der Zulage rückwirkend erfüllt sein. Das Finanzamt überweist Ihnen das Geld in der Regel nach einer Sparzeit von sieben Jahren, in Ausnahmefällen früher. Übrigens müssen Sie die Arbeitnehmersparzulage nicht versteuern, da sie gemäß Einkommensteuergesetz nicht zu den Einkünften zählt.

Sie haben noch Fragen zu VL oder zur Arbeitnehmersparzulage?

Nutzen Sie unsere Genossenschaftliche Beratung und informieren Sie sich über Sparzulagen und Konditionen zum VL-Sparen bei Ihrer örtlichen Volksbank Raiffeisenbank.